Noch ein Blick
Das erste Bild ist oft schnell erklärt. Beim zweiten fängt die Entscheidung an. Mehr Raum oder weniger? Die Farbe behalten? Noch einen Augenblick warten? Ein Bild drucken, das auf dem Bildschirm beinahe verschwunden wäre?
„Noch ein Blick“ sammelt kleine Versuche zu solchen Fragen. Manche Stücke bleiben nah an einer Übung, andere lassen Bilder nebeneinander stehen. Sie müssen nicht dieselbe Antwort finden.
Du kannst mit den Einstiegsübungen beginnen, an den Wiesenrand gehen oder erst am Küchentisch bei den Abzügen einsteigen. Die Reihenfolge dieser Ausgabe verbindet Bildrand, Auswahl und die Frage, was aus einer Aufnahme noch werden kann.
Die Bildideen dieser Ausgabe reichen vom regennassen Asphalt über ruhige Zimmerstudien bis zum Abzug am Küchentisch. Ihre Vergleiche machen jeweils eine Entscheidung sichtbar.
Noch ein Blick: Fotografieren üben
Du brauchst kein neues Motiv. Fang mit einem Ort an, den du schon kennst, und ändere beim nächsten Bild genau eine Entscheidung.
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Die Straße nach dem Regen
Der Laden ist noch derselbe. Im Wasser steht er plötzlich kopf.
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Zwei Schritte zurück
Eine Bank, ein Mensch und die Frage, wie viel Umgebung zum Bild gehört.
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Das Fenster bleibt
Der Stuhl rückt keinen Zentimeter. Trotzdem bleibt das Zimmer nicht gleich.
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Farbe oder Erinnerung
Ohne Rot ist der Korb nicht mehr der erste Ort, an dem der Blick hängen bleibt. Besser ist das Bild deshalb noch nicht.
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Die Hand am Bildrand
Im engen Bild bleibt die Hand. Der leere Stuhl verschwindet. Das macht die Geste deutlicher und die Situation kleiner.
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Sechs Bilder, ein Nachmittag
Sechs gute Einzelbilder müssen noch keine gute Folge sein. Vielleicht fehlt gerade das unscheinbare dazwischen.
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Das Bild, das übrig bleibt
Fünf ähnliche Bilder, fünf kleine Unterschiede. Für die Auswahl brauchst du erst eine Frage, dann einen Stern.
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Der erste Abzug
Auf dem Tisch ist das Bild kleiner als auf dem Bildschirm. Du kannst es endlich mit den Händen drehen.
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Analog oder digital: anders entscheiden
Die eine Kamera gibt sofort eine Antwort. Bei der anderen kommt sie später. Was machst du in der Zwischenzeit?
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Ein Bild darf unscharf sein
Manchmal ist der Schritt deutlicher als der Schuh.
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Am Rand der Wiese
Zwischen dem Weg und dem Parkplatz wächst genug für ein Bild. Vielleicht sogar für mehrere.
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Wenn die Nacht grün wird
Die Farbe verspricht Sichtbarkeit. Die dunkle Ecke behält trotzdem etwas für sich.
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Rot ist hier keine Blume
Die Äste bleiben. Die Farben verhalten sich, als hätten sie einen anderen Plan.
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Übergänge am Stadtrand
Eine kleine Folge vom Übergang zwischen Siedlung und Gärten.
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Über den Bildrand und das Loslassen
Fünf Fragen an Markus Eder.
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